Fabienne aus Edingen-Neckarhausen

Das sieht Fabienne wenn sie in den Spiegel schaut...

Nachdem Fabienne in unserem Modehaus das Dessous-Fitting hatte, kam es dann endlich zum Foto-Shoot mit den neuen Dessous. Was Fabienne hilft sich so zu akzeptieren wie sie ist erfährst du in diesem Video.

Hallo mein Name ist Fabienne Wagner, 29 Jahre alt, komme aus Frankenthal und möchte euch meine #justme Story erzählen.

Die Pubertät ist wohl für beide Geschlechter nicht gerade die einfachste Zeit im Leben, aber was es für eine Frau bedeutet früh relativ „gut“ ausgestattet zu sein, habe ich am eigenen Leib erfahren. Als ich 15 war veränderte sich mein Körper unheimlich schnell – vom einst kindlichen Spargeltarzan zu einer Frau mit Rundungen. Freud und Leid waren dabei sehr nah beieinander. Ich war also ein pubertierendes Mädchen, klein und schmal, aber mit für mich riesig erscheinenden Brüsten. Klingt, wenn man heute darüber nachdenkt, ja gar nicht schlecht. Aber es stellte sich nach und nach heraus, dass nicht nur ich, sondern auch das andere Geschlecht meine Veränderung bemerkt hatte und sich nicht genierte, diese Entwicklung lauthals zu kommentieren und daraus fiese Assoziationen herzustellen.Betitelungen wie „ Big Mc“ , „Dolly Buster“ waren dabei an der Tagesordnung.
- Gott sei dank haben sich die Meinungen der Männer dazu heute eingehend verändert -

Andere Mädchen hingegen hofften sehnsüchtig darauf, dass auch bei ihnen diese Veränderung eintritt- ich glaube, im Nachhinein auch für sie war es nicht leicht. Meine Freundinnen waren sehr unterschiedlich. Manche waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz so weit entwickelt, andere hingegen konnten es kaum erwarten die ersten BHs zu kaufen.

Apropos BH kaufen.
Wisst ihr wie schwer es war, sich als 15-Jährige einen stylischen, halbwegs bezahlbaren BH in Größe 70E zu kaufen? Entweder man musste seine Mutter wegen Geld anbetteln, um einen hübschen, trendy BH zu kaufen, oder es blieb einem nur der nudefarbene Liebestöter-BH. Beides war für mich keine Option!

Was blieb mir also? Um mithalten zu können, ging ich mit meinem Mädels zu New Yorker, H&M und Co. und kaufte mir die damals unglaublich angesagten BHs von Snoopy.....zwei Nummern zu klein natürlich, da meine Größe nicht existierte. Jahrelang trug ich zu kleine BHs. Zum einen, da ich es schlichtweg nicht besser wusste, und zum anderen, weil man in der Jugend auf Quantität und Modegrad mehr Wert legt als auf Qualität, die einem in diesem Alter unerschwinglich erscheint. Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Neben den zahlreichen Bildern, auf denen ich sichtlich 4 Brüste habe, weil ich sie in ein C-Körbchen quetschte, waren es die Rückenschmerzen, die mich quälten. Ich bin davon überzeugt, wenn ich nicht dem Balletttanz in dieser Zeit die Treue gehalten hätte, hätte ich stärkere Folgen davongetragen.

Zu meinem 18. Geburtstag dann erhielt ich von meiner Mutter einen Gutschein von Jost, um mir Unterwäsche zu kaufen. Wir nahmen uns einen Samstag Zeit und fuhren zu dem damals noch kleinen Dessous Shop im City Center Frankenthal. Ich wurde ausgemessen und umfassend beraten. Es stellte sich heraus: ich hatte 70E. Ich glaube ich bin rot angelaufen- es war mir aus irgendeinem Grund peinlich.

Doch als die Verkäuferin mir die ersten BHs zur Anprobe in die Kabine reichte, war Angst und Scharm vergessen. Ich kann euch nicht sagen wie glücklich und stolz ich war, einen so hübschen BH tragen zu dürfen. Und richtig verpackt, sahen meine Brüste gar nicht mehr so monströs aus. Meine Mutter kaufte mir also meinen ersten „Chantelle“. Ich habe ihn bis heute in meinem Schrank, denn er veränderte mein Leben. Ich wünsche mir für die heutige Jugend, dass auch erschwinglichere Marken mehr auf Qualität achten, denn auch die jungen Mädels sollten ein Recht darauf haben, bezahlbare Wäsche in vernünftiger Qualität und Passform zu bekommen.

Jede Frau sollte wissen, welche BH Größe sie trägt und stolz sein, sie in schöne Dessous hüllen zu können, obgleich sie groß oder klein sind.

Heute, 10 Jahre später und mit ein wenig mehr Selbstbewusstsein stehe ich dazu, dass ich etwas mehr beschenkt wurde, und ich bin stolz darauf, diese Größe zu haben.

Zu seinem eigenen Körper zu stehen ist gerade in der heutigen Zeit unter Einfluss von Instagram & Co nicht einfach. Aber ich bin davon überzeugt es wird sich ein Wandel vollziehen und diese Kampagne ist Vorreiter für eine Bewegung, die uns lehrt, sich selbst so zu lieben wie man ist.

Also Mädels #loveyourbody <3

Zu den anderen Teilnehmerinnen...

Alice aus Lambsheim


Alice hat sich für die Dessous Kampagne beworben, weil sie mal was anderes machen wollte. Zudem mag sie zeigen, dass man auch als Mama noch sexy sein kann.

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Meike aus Beindersheim


Meike hat gelernt sich selbst zu lieben! Was klingt wie das Mantra einer Selbsthilfegruppe, ist das Ergebnis eines Prozesses.

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Julia aus Tiefenthal


Julia findet das alle Einzigartig sind. Zwar haben alle ihre Ecken und Kanten, aber gerade die machen uns zu dem was wir sind.

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Frauke aus Grünstadt


Frauke ist 39 Jahre alt, verheiratet und hat einen 12-jährigen Sohn. Sie hat von November 2016 bis Juli 2018 20 kg abgenommen. Außerdem hat sie ihre Liebe zum Sport und für Hindernisläufe entdeckt.

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