Meike aus Beindersheim

Diese Tips von Meike stärken dein Selbstbewusstsein...

Jeder ist schön auf seine Weise! Meike hat tolle Tips die sie euch gerne mit auf den Weg geben möchte!

Hallo zusammen, mein Name ist Meike und ich habe gelernt mich selbst zu lieben! Was klingt wie das Mantra einer Selbsthilfegruppe, ist das Ergebnis eines Prozesses. Meines ganz eigenen Findungsprozesses. Na gut, so ganz abgeschlossen ist er noch nicht und wie bei allem gibt es Höhenund Tiefen, aber ich bin auf dem besten Weg dorthin! Und das macht mich stolz.

Eine Frage also vorweg: Hast du heute schon in den Spiegel geschaut und dich angelächelt? Nein? Warum? Gefällt dir nicht was du siehst oder hast du einen minikleinen Pickel entdeckt der dich stört? Sind es deine Ecken, Kanten, Kurven oder Macken? Genau die Dinge (ok, das mit dem Pickel sehe ich ein), die dich einzigartig, liebenswert und individuell machen?

„Jaaaa“ - könnte man jetzt sagen – die hat ja gut reden. Figur Probleme hat sie ja offensichtlich keine und will mir jetzt weiß machen, dass sie Problemzonen hat.“ Spoiler Alarm: Jeder Mensch hat Selbstzweifel - innerlich wie äußerlich - nur sind die „äußerlichen und oberflächlichen Makel“ vermeintlich leichter zu kaschieren. An dieser Stelle ist also die Frage berechtigt, was ich an mir nicht mag oder besser formuliert, was meine Makel sind. Also zum einen wären da meine (wie ich sie nenne) „Streifenhörnchen-Beine“ – nämlich die Dellen und Streifen die kreuz und quer dank meines schlechten Bindegewebes über meine Beine verlaufen. Oder die Tatsache dass ich zwar schlank bin, aber dafür auch keine „Wahnsinnskurven“ habe…die Liste ließe sich also beliebig verlängern und verargumentieren. Auch wenn ich schlank bin, bin ich doch dennoch alles andere als „perfekt“. Aber weshalb haben wir solch ein Verlangen nach „Perfektion“ und verfallen dem Irrglauben, alle anderen sind perfekt - nur wir nicht?

Gehen wir mal etwas in der Zeit zurück. Wie war das denn eigentlich früher? Also die Zeit vor Smartphones und Social Media? Mit wem haben wir uns da verglichen? Bei mir waren es im Großen und Ganzen mein direkter Freundeskreis, meine Klasse und vielleicht noch die ein oder andere Person in meinem Bekanntenkreis – alles in allem doch recht eingeschränkt. Doch heute? Heute steht dir dank Facebook, Instagram und Co. die gesamte Welt offen und zur Verfügung! Und genau hier öffnet sich die Büchse der Pandora, denn scheinbar hat auf Social Media jeder das perfekte Leben und sieht perfekt aus. Und ist dieser Gedanke mal im Hinterkopf gereift, gibt es kein Halten mehr. Denn was lehrt uns diese Logik? Wenn ich mich so akzeptiere und annehme wie ich bin, werde ich mich nicht mehr weiterentwickeln, ich werde nie perfekt sein! Perfekt?! Niemand ist perfekt!

Jeden Tag hast du die Chance die beste Version „von dir selbst“ zu sein und nicht die Version in der dich andere sehen wollen. Denn, je mehr Anerkennung und Wertschätzung du im Außen suchst, desto mehr verlierst du dich selbst. Mal ein Beispiel: Unsere leistungsorientierte Gesellschaft hat uns gelehrt, dass sich der Wert unseres Berufs über das Nettogehalt definiert – nicht aber, wie selbstzufrieden wir mit uns oder unserer Arbeit sind. Ob das der richtige oder falsche Ansatz ist sei mal dahingestellt, aber dieses Prinzip ist übertragbar: Denn in einer Welt, in der wir mittlerweile von Insta-Filtern, Photoshop und Co. überhäuft werden, definieren wir unseren höchst persönlichen, eigenen Wert immer häufiger über Likes, Follower, Kommentare usw. Aber das ist noch nicht alles; wir haben auch in dieser Spirale komplett verlernt wir selbst, die ungefilterte und echte Wahrheit, zu sein. Es gibt kein Bild, ob online oder offline, an dem nicht ein wenig hin und her retuschiert wurde. Das ist einfach eine Tatsache, aber nicht die „Realität“. Wie sollen wir denn da mit einem gesunden Selbstwert durchs Leben laufen? Social Media abschaffen, das Internet löschen oder auf eine einsame Insel auswandern klingen zwar verlockend, bleiben aber unrealistisch. Was also tun? Ein Patentrezept gibt es da leider nicht und am Ende muss sich jeder sein eigenes, ganz individuelles Rezept kochen.

Mir hat es geholfen mich einfach vor den Spiegel zu stellen und mich selbst anzulächeln während ich mir innerlich sage: „Ich mag mich so wie ich bin“! Aber wie gesagt, es ist ein Prozess. Hierzu vielleicht noch ein Schmankerln zum Abschluss. Neben meiner Leidenschaft für das Reiten habe ich vor zwei Jahren das Modeln (Just4Fun) für mich entdeckt. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich daraus nicht den Anspruch entwickelt hätte, obwohl es mein Hobby ist, daran „perfekt“ werden zu müssen (bei dem Gedanken rolle ich heute selbst innerlich mit den Augen). Ich habe angefangen mich mit professionellen Agentur Models zu vergleichen, wollte genau so „perfekt“ auf Bildern wirken wie sie und letztendlich bei einer Agentur unter Vertrag genommen zu werden – mit (damals) 28…Ein bisschen spät könnte man sagen, aber, wer nicht wagt der nicht gewinnt, dachte ich mir und habe es am Ende sogar in zwei Agenturen geschafft. Und jetzt sollte man doch meinen dass mich das total glücklich und selbstsicher gemacht hat? Fehlanzeige denn persönlich (für meinen Selbstwert) „gebracht“ hat es mir nichts. Was nämlich den Selbstwert betrifft ist diese ganze Szene die reinste Fundgrube für Selbstzweifel. Aufgewacht bin ich eigentlich erst, als eine Freundin zu mir meinte „du nimmst das so ernst wie deinen Job“ und damit lag sie goldrichtig, denn es war mir wichtig. Heute ist es mir das nicht mehr. Ich modele immer noch gerne, aber ich habe auch gelernt was mir im Leben wirklich wichtig ist und bin auf den Boden der Tatsachen zurück geplumpst. So sehr ich mich auch bemühen würde, ich werde niemals so aussehen wie andere Models. Und das Schöne daran? Es ist gut so wie es ist und genau richtig- denn ich bin ich. Anders, einzigartig, authentisch…ich eben ;-)!

Zu den anderen Teilnehmerinnen...

Alice aus Lambsheim


Alice hat sich für die Dessous Kampagne beworben, weil sie mal was anderes machen wollte. Zudem mag sie zeigen, dass man auch als Mama noch sexy sein kann.

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Julia aus Tiefenthal


Julia findet das alle Einzigartig sind. Zwar haben alle ihre Ecken und Kanten, aber gerade die machen uns zu dem was wir sind.

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Frauke aus Grünstadt


Frauke ist 39 Jahre alt, verheiratet und hat einen 12-jährigen Sohn. Sie hat von November 2016 bis Juli 2018 20 kg abgenommen. Außerdem hat sie ihre Liebe zum Sport und für Hindernisläufe entdeckt.

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Fabienne aus Edingen-Neckarhausen


Fabienne Wagner, 29 Jahre alt, kommt aus Frankenthal und möchte euch ihre #justme Story erzählen.

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